PIN-Chef Thiel im Wiwo-Interview
Der PIN-CEO Günther Thiel spricht mit der Wirtschaftswoche über die aktuellen Entwicklungen beim Mindeslohn.
Thiel spricht in diesem Interview von einem Blockadelohn, nicht von einem Mindestlohn, dessen einziges Ziel der Schutz der Deutschen Post vor Wettbewerb sei. Die PIN AG hat nun das Bundeskartellamt eingeschalten und möchte in einem Eilantrag den Mindeslohn stoppen.
“Wir befahren eine Schnellstraße, und man reißt uns gerade eine Brücke am Ende der Schnellstraße weg. Kommt es dazu, stürzen wir unweigerlich ab.” So Thiel in der Wiwo.
Als Lösung der Problematik schlägt Thiel einen Mindeslohn in Stufen vor, dies ermögliche den Unternehmen sich darauf vorzubereite. Das Problem bei PIN liegt darin, dass in bestimmten Regionen noch zu wenig Sendungsaufkommen zur Verfügung steht, um entsprechend wirtschaftlich zu arbeiten. Ein Mindestlohn in der jetztigen Höhe würde die Kosten in diesen Regionen übermäßig in die Höhe treiben, so Thiel.
Thiel wirft der Bundesnetzagentur unter anderem vor inzwischen zur Lobbybehörde der Deutschen Post geworden zu sein:
Die Bundesnetzagentur hat der Post in jüngster Zeit erlaubt, das Porto für Postzustellungsurkunden um bis zu 40 Prozent zu senken. Damit hätte die Post ihre Kosten innerhalb weniger Monate um unvorstellbare 40 Prozent reduziert. Auf diese Weise hat sich die Bundesnetzagentur unserer Meinung nach zur Lobbybehörde der Post gemacht.
Das ganze Interview ist hier zu finden
Written by Postchef on December 9th, 2007 with
no comments.
Read more articles on Brief and Post and News.
- [+] Digg: Feature this article
- [+] Del.icio.us: Bookmark this article
- [+] Furl: Bookmark this article